
Parfüm
Ein Parfüm oder Parfum (franz.: parfum = Duft; aus lat.: per = durch und lat.: fumum = Rauch, Dampf; aus der Anwendung von Räucherstoffen abgeleitet) ist ein meist flüssiges Gemisch aus Alkohol und Riechstoffen und dient der Erzeugung angenehmer Gerüche. Parfüms werden vor allem für folgende Zwecke eingesetzt: * Parfüm im engeren Sinn: Die Duftkompositionen der Parfümerie
dienen häufig dem persönlichen Wohlbefinden und der Selbstdarstellung. Geschichte des ParfümsBekannt war duftende Kosmetik als Kyphi bereits vor fünftausend Jahren in Luxor bei den Ägyptern und wurde später auch von Arabern und Römern genutzt. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Herstellung auch in Europa dokumentiert. Bis heute liegt das Zentrum der europäischen Parfum-Industrie in Grasse (Frankreich). Bestandteile und HerkunftGrundbestandteile eines Parfüms sind hauptsächlich Alkohol (ca. 80 %) und darin gelöste natürliche Essenzen (ätherische Öle pflanzlicher oder tierischer Herkunft), sowie immer mehr synthetisch hergestellte Duftstoffe, in der Fachsprache Riechstoffe genannt. Die meisten dieser Duftstoffe können heute in größeren Mengen und daher günstiger hergestellt werden. Aus der verfügbaren Menge von ca. 200 natürlichen Essenzen und ca. 2.000 synthetischen Duftstoffen werden etwa 30 bis 80 verschiedene Stoffe für eine Parfümkomposition gemischt. Die Deklaration erfolgt seit 2005 EU-weit nach dem INCI-System. Die EU_Richtlinie_2004_93_EC mit der Deklarationspflicht für 26 "Allergene" trägt eher noch zur Verwirrung bei, denn: "Es zeigt sich, dass eine ganze Reihe der 26 Stoffe falsch bewertet wurden." Lediglich 7 davon führen bei öko-test zu einer Abwertung, davon wurden schon seither Zimtaldehyd, Isoeugenol, Eichenmoos, Baummoos, Hydroxycitronellal und Zimtalkohol auch wegen ihrem irritierenden Potential von den Parfumeuren meist nur sehr sparsam eingesetzt. VerdünnungsklassenEs werden, abhängig von der Konzentration an Duftölen, folgende Verdünnungen unterschieden: * Eau de Cologne (EdC, 35 %) DuftnotenEin Parfüm kann durch unterschiedliche Anteile der Grundbestandteile sehr viele verschiedene Duftnoten annehmen. Es kann beispielsweise blumig-feminine, maskuline, orientalische, fruchtige, pudrige, zitrusfrische oder klassisch-elegante Duftnuancen aufweisen. Ein Parfüm setzt sich aus Kopf-, Herz- und Basisnote zusammen. * Die Kopfnote ist unmittelbar nach dem Auftragen des Parfüms
auf der Haut wahrzunehmen. Da sie für den ersten Eindruck und die
Kaufentscheidung wichtig ist, ist die Kopfnote meist intensiver als
die anderen und wird von leichtflüchtigen Duftstoffen geprägt.
(Aus diesem Grund sollte man bereits einige Zeit vor dem Kauf ein Parfüm
auf der eigenen Haut testen, um über den für den Träger
wichtigeren Duft der Herznote urteilen zu können.) Parfüms können relativ lange gelagert werden, am besten in einem dunklen und kühlen Raum, damit kein Licht, keine Feuchtigkeit und keine Hitze das Parfüm verfliegen lässt oder den Duft beeinträchtigt. Bei zu langer oder schlechter Lagerung kann es zu einer unangenehmen Veränderung des Duftes kommen. Die wichtigsten DuftbausteineDie wichtigsten Duftbausteine sind synthetisierte Riechstoffe und natürliche Riechstoffe, die uns an Blüten, Früchte, Gewürze, Rinde und Harz, Blätter, Gräser, Moose, Beeren, Wurzeln, tierische Sekrete und sogenannte Gourmand-Noten erinnern. * Zu den wichtigsten Blüten gehören Pelargonien auch afrikanische
Geranium (Storchenschnäbel) genannt, Hyazinthe, Jasmin (nur in
höchst aufwendigem, mehrstufigem Verfahren zu gewinnen, eine Tonne
Blüten ergibt ein Kilo Absolue), Lavendel (das in der Parfümerie
wohl am meisten verwendete ätherische Öl), Maiglöckchen,
Mimose, Neroli (wird aus den Blüten des Bitterorangenbaums gewonnen),
Osmanthus (in modernen Fantasienoten), Rose (die Blütenblätter
werden einzeln gezupft; einer der am häufigsten verwendeten Blütenduftbausteine),
Tuberose (Nachthyazinthe) (einer der teuersten Duftstoffe, wird durch
Enfleurage gewonnen), Veilchen, Ylang-Ylang Persönliche VerwendungDas Parfüm als Wohlgeruch wird sowohl von Frauen als auch von Männern hauptsächlich dazu verwendet, die eigene Persönlichkeit und den eigenen Geschmack/Stil zu unterstreichen. Dabei entwickelt sich jede Duftnote auf der Haut verschiedener Menschen unterschiedlich. Daher ist es wenig sinnvoll, Düfte nach dem Eindruck auf einem Teststreifen oder auf der eigenen Haut zu verschenken. Düfte sollten auf gut durchbluteten Stellen aufgesprüht werden, wie an den Handpulsen, an der Pulsader am Hals und hinter den Ohren. Artikel Parfüm. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. September 2007, 08:39 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Parf%C3%BCm&oldid=36691303 (Abgerufen: 17. September 2007, 08:34 UTC) |
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